Polyporus Entwässern mit Hilfe eines Pilzes
Mehr als 2000 Jahre ist es her, dass in einem chinesischen Medizin-Handbuch der Pilz Polyporus erschien. Schon damals war die gesundheitsfördernde Wirkung des relativ unscheinbaren Pilzes bekannt: Der Polyporus oder "Eichhase" zählt zu den Vitalpilzen, die mittlerweile auch in Europa geschätzt werden.
Was sind Vitalpilze? Pilze an sich sind schon eine interessante Laune der Botanik: Biologisch gesehen sind sie keine Pflanzen, da sie keine Photosynthese vollziehen. Sie zählen aber auch nicht zu den Tieren und bilden somit eine eigenständige Kategorie. Diejenigen Pilze, die in der traditionellen chinesischen Medizin schon seit Menschengedenken erfolgreich gegen viele verschiedene Krankheiten angewandt werden, werden auch Vitalpilze genannt - da ihnen eine vitalisierende, gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben wird. Vitalpilze sind aber keine Wundermittel, sie haben nachweisbare Inhaltsstoffe, die positive Einflüsse auf den Körper haben sollen. Sie wirken ausgleichend und tragen so zur Gesundherhaltung bei.
Diese Vitalpilze wie zum Beispiel Polyporus, Coriolus oder Hericium sollen den menschlichen Gesamtorganismus stärken, stabilisieren und Energie verleihen. Während dem Coriolus eine immunstimulierende Wirkung zugeschrieben wird, soll Hericium ein Wirkpotential im gesamten Verdauungssystem haben.
Die traditionelle chinesische Medizin schätzt den Pilz wegen seiner harntreibenden Wirkung. Er hilft, vermehrt Wasser, Natrium und Chlorid auszuscheiden, was bei Ödemen gewünscht ist. So kann auch das Herz gestärkt werden. In der TCM wird Polyporus außerdem bei Hautkrankheiten eingesetzt; er lockert das Muskelgewebe und öffnet die Schweißdrüsen, was die Struktur der Haut verbessert. Verantwortlich für die positiven Wirkungen des Polyporus sind seine zahlreichen Inhaltsstoffe. Neben Ergosterin, das auch in Hefe vorkommt, ist ebenso Biotin, ein B-Vitamin, enthalten. Auch Polysaccharide - Zuckerketten, die Einflüsse auf das Immunsystem haben - und Polypeptide, also ein bunter Strauß an Aminosäuren, finden sich im Vitalpilz Polyporus.
Die Trockensubstanz des Vitalpilzes besteht je nach Pilz zu etwa 45 Prozent aus Ballaststoffen. Die in größter Konzentration enthaltenen Mineralien sind Kalzium, Kalium und Eisen, die wichtigsten Spurenelemente sind Mangan, Kupfer und Zink. Übrigens kommt der Tausendsassa auch in unseren heimischen Wäldern vor. Wenn er ideale Bedingungen findet, wächst er in Büscheln aus bis zu zwanzig Kilogramm Pilzen, vornehmlich unter Eichen oder Buchen. Er wird als guter Speisepilz geschätzt - allerdings gehört schon viel Glück und Ausdauer dazu, eine so große Menge an "Polyporus umbellatus" zu finden, dass die erwünschten positiven Effekte auf die Gesundheit erzielt werden können.
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